SP fordert Massnahmen gegen Zweiklassen-Bildung
Fr, 23. Okt. 2009

Eine heute vorgestellte Studie bestätigt erneut: Vor dem Schweizer Bildungswesen sind nicht alle gleich. Je nach sozialer Herkunft werden SchülerInnen gefördert oder behindert. Diese Entwicklung muss dringend korrigiert werden. Die SP Schweiz fordert zur Steigerung der Chancengleichheit und zur Verbesserung der sozialen Gerechtigkeit Massnahmen bereits ab dem Vorschulalter, aber auch in der Elternbildung.


Die SP stellt drei Schwerpunkte ins Zentrum:

Kinderkrippen ausbauen: Die ersten vier Jahre im Leben eines Kindes sind entscheidend. Darum müssen genügend Plätze in Kindertagesstätten in guter Qualität zur Verfügung stehen und deren Tarife so gestaltet sein, dass alle Familien davon profitieren können.

Schulen zu Tagesschulen umbauen: Die obligatorischen Schulen müssen neu organisiert werden. Die eigentlichen Hausaufgaben gehören abgeschafft. Stattdessen werden in Tagesschulen Aufgaben gemeinsam und mit Hilfestellung gelöst.

Elternbildung fördern: Es braucht einen nationalen Ausbau der Elternbildung, damit eine schwache Schulbildung nicht vererbt wird. Das Weiterbildungsgesetz gehört entsprechend ergänzt. Der Fokus muss dabei verstärkt auf bildungsferne Schichten gelegt werden.


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