PUK UBS muss für endgültige Klarheit sorgen
Mo, 31. Mai 2010

Der Bericht der Geschäftsprüfungskommissionen von National- und Ständerat belegt erstens: die Unabhängigkeit zwischen UBS, Bankenkaufsicht Finma und dem Finanzdepartement waren klar ungenügend. Zweitens: Finanzminister Hans-Rudolf Merz hat die Situation um die UBS klar falsch eingeschätzt. Er hat zu lange keine Rücksprache mit seinen Bundesratskollegen gesucht und sich wider allen Erkenntnissen viel zu lange am Bankgeheimnis festgeklammert.

Der GPK-Bericht kann aber naturgemäss eine Reihe von Fragen nicht befriedigend beantworten, weil viele notwendigen Unterlagen - etwa Sitzungsprotokolle der massgeblichen Bundesratssitzungen - schlicht fehlen, weil das Mandat der Arbeitsgruppe zu eng gefasst und die Ressourcen in finanzieller und zeitlicher Hinsicht zu knapp waren. Es braucht eine PUK, welche als stärkstes Untersuchungsinstrument die gefällten Entscheide minutiös abklärt. Aufgrund der politischen und finanziellen Dimension der UBS-Affäre kann es sich weder die Schweiz noch die Beteiligten leisten, dass zentrale Fragen offen bleiben.


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